Freitag, 3. März 2006

Update: Kava-Kava

Siehe

Tavor (Lorazepam) ist das bekannteste Medikament aus der Reihe der Benzodiazepine. Es ist eine Weiterentwicklung von Valium und gehört zur Gruppe der Tranquilizer, also der Beruhigungsmittel. Tavor ist von hoher und zuverlässiger Wirksamkeit und wird auch gerne als Leck-mich-am-Arsch-Medikament bezeichnet, da es die schöne Eigenschaft hat, irreale, aber auch durchaus reale Ängste weich zu zeichnen oder sogar auszublenden. Ein nicht so schöner Nachteil dieser Substanz besteht in der schnell einsetzenden Abhängigkeit (Update: Link zum Thema Abhängigkeit nach Empfehlung von Herrn WVS gestrichen), die zu einer sich steigernden Dosierung führt, um den l.m.a.A.-Effekt zu wiederholen. Das bekannteste Tavor-Opfer war Uwe Barschel, der, bevor er in die Genfer Badewanne stieg, sich über längere Zeit mit Tavor angstfrei geschluckt hatte. Bis heute offen bleibt, wovor der Mann Angst hatte. Wahrscheinlich aber nicht vor Tavor…

Kava-Kava ist dann eine Alternative zu den Benzodiazepinen, wenn es darum geht, auf unschädliche und suchtfreie Weise eine Windstille beim Sturm im Wasserglas herzustellen. Es erzeugt weder eine Sucht noch ist es bei normaler Dosierung schädlich, es sei denn, man beschließt, Unmengen davon einzunehmen, was in der Praxis seltener vorkommen soll als in den Versuchslabors der konkurrierenden Pharmaindustrie, die auf diese Weise den Nachweis führten, dass Kava-Kava lebertoxisch ist. Nun, es gibt Leute, die orangensüchtig sind. Sie essen am Tag bis zu 30 Orangen und haben nach einer gewissen Zeit Magengeschwüre. Da wäre es doch an der Zeit, einen Verbotsantrag für Orangen zu stellen ...


fluter
Landeszentrale für Politische Bildung:

"Die Einfuhr der Kava-Kava-Wurzel nach Europa, die für die Herstellung von homöopathischen Arzneimitteln verwendet wird, ist auf Betreiben des deutschen Instituts für Arzneimittel 2002 gestoppt worden. Hintergrund war, dass bestimmte klinische Untersuchungen den Verdacht auf eine lebertoxische Wirkung nahe gelegt hatten. Recherchen unabhängiger Institute haben jedoch festgestellt, dass die Untersuchungen ein rein zufälliges Ergebnis gebracht hatten. Es bestand nie eine gesundheitliche Gefahr."

Trackback URL:
http://morgaine.twoday.net/stories/1649646/modTrackback

wvs - 3. Mrz, 23:33

Ich glaube nur die Statistik .... etc.

jetzt hier
Nun bin ich aber verärgert wenn es hier nicht möglich ist, einen gegenteilige Meinung zu vertreten ....
Morgaine - 3. Mrz, 23:38

Das ist jetzt wirklich wunderbar viel Text, der im Grunde genommen das wiederholt, was ich bereits geschrieben hatte: Beim "Sturm im Wasserglas" habe ich persönlich mit Kava-Kava gute Erfahrungen gemacht. Trotz externer Faktoren, die Nervosität und Unruhe bedingten, entspannt und leistungsfähig sein, das war es, was ich wollte. Kava-Kava hat mir sehr geholfen.

Den "fluter"-Link habe ich eben noch eingefügt. Sorry!
wvs - 3. Mrz, 23:43

Haben Sie ....

eigentlich den "vielen Text" gelesen?
Kommt mir nach ihrer Replik nicht so vor ....

Es handelt sich nämlich nicht um eine Wiederholung sondern um eine Gegendarstellung ....
Morgaine - 3. Mrz, 23:45

Ich bin Schnellleserin. Und Schnelldenkerin. Das Wichtige kann ich gut vom Unwichtigen trennen.

Übrigens: Wie groß ist eigentlich die Wach-Mannschaft?
Morgaine - 3. Mrz, 23:49

Aha. Wieso haben Sie die "Gegendarstellung" jetzt gelöscht? Sie können hier jederzeit eine Gegenmeinung vertreten. Genau so, wie ich es bei Ihnen ja auch ständig mache.
wvs - 3. Mrz, 23:51

Auch das ....

muß ich nach ihrer Replik sehr bezweifeln - was mich besonders ärgert, da ich mehr als zehn Jahre zu Benzodiazepinen unterrichtet habe und nichts, aber auch garnichts außer der Überschrift bei dem arte-Artikel zu dieser Wirkstoffgruppe stimmt ....
Was mich noch mehr ärgert ist, daß Sie< Dinge z.B. zu Kava-Kava nachplappern, die in irgendwelchen Magazinen a la MAXI verbreitet werden .... da hätte ich doch mehr Differenzierung von Ihnen erwartet .... ich habe nämlich auch für ein Unternehmen gearbeitet, das vorhatte Kava-Kava in Deutschland zu verkaufen - und dann davon Abstand nahm, weil sich herausstellte, daß es in wirksamer Dosierung Leberschäden hervorruft - bei unterschwelliger Dosierung - die dann natürlich auch keine Wirkung hat (!) - kann man das vermeiden.
Was also die Propagandisten von Kava-Kava tun ist folgendes: sie dosieren für die Anwendung hoch - für die Tierversuche niedrig und voila! - keine Lebertoxizität mehr statistisch zu sehen .... das ist moderne Zauberei!
Morgaine - 3. Mrz, 23:55

Gut, dann streiche ich den arte-Artikel. Da vertraue ich dem Experten-Team. Mein Erfahrungsbericht bleibt. Ein jeder möge sich dann seine eigene Meinung bilden.
wvs - 3. Mrz, 23:58

Mein oben gelöschter Text steht jetzt auf meiner Seite.
Morgaine - 4. Mrz, 00:09

Dann verlinken Sie ihn doch hier.
Morgaine - 4. Mrz, 11:06

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