Unberührbare
... und den Ladies gibt man auch nicht die Hände, wie man bei "Sabine Christiansen" beispielsweise beobachten durfte. Etwa, weil man sie als unberührbare Heilige verehrt?
Zitat aus:
Matthias Küntzel, Ahmadinejads Antisemitismus und der gegenwärtige Krieg:
Najas – das schiitische Dogma von der „Unreinheit“ der Juden
Zwar ist es richtig, dass es in der etwa 2700 Jahre alten Geschichte der Juden im Iran keine dem deutschen Antisemitismus vergleichbare Phänomene gegeben hat. Doch kann von einer Gleichberechtigung der Juden unter der im 16. Jahrhundert beginnenden schiitischen Herrschaft keine Rede sein. Im Gegensatz zu den Sunniten etablierten die Schiiten im 16. Jahrhundert ein System „ritueller Reinheit“, das Ähnlichkeiten mit der Haltung der Hindus gegenüber den Parias, den „Unberührbaren“ hat. Danach gilt, wer kein Muslim ist, als najas, also unrein. Jede Berührung mit einem Najas wird als eine Art Vergiftung angesehen. Die paranoide Furcht vor „Ansteckung“ provozierte periodisch Exzesse und führte zu einem besonderen schiitischen Verhaltenskodex gegenüber Juden, Christen und Bahai. Diese mussten beispielsweise in Ghettos leben und durften bei Regen nicht auf die Straße gehen, um zu verhindern, dass ihre „Unreinheit“ sich ausbreitet.[9] Aus dem gleichen Grund wurde ihnen der Besuch öffentlicher Bäder oder der Kontakt zu Getränken und Speisen der Muslime untersagt.
Zwar wurde diese Diskriminierung unter der Herrschaft der Pahlavi-Schahs (1925-1979) abgeschafft – doch kehrte der Gedanke der „Unreinheit“ mit Khomeinis Revolution wieder zurück. Dem Revolutionsführer galt der gesamte Körper eines Nicht-Muslims ist unrein, „sogar sein Haar, seine Nägel und alle Ausdünstungen seines Körpers.“[10] So wurden unter Khomeini alle (christlich-)armenischen Arbeiter einer Getränkefabrik entlassen, da sie andernfalls mit einem Getränk in Berührung gekommen wären, das für Muslime vorgesehen war.[11] Bezeichnend auch die Antwort, die Ende der 80er Jahre ein Scheich namens Murtesa vom religiösen Zentrum Qum auf die Frage nach den Nicht-Muslimen gab: „Sie sind in zweierlei Hinsicht unrein. Erstens sind sie physisch unrein, da sie ihren Körper nicht sauber halten. ... Zweitens ist auch ihr Atem unrein, weil sie nicht an den Islam glauben. ... Wenn ich einem solchen Mann die Hand geben müsste, würde ich hinterher so schnell wie möglich ins Hotel gehen und meinen Körper von Kopf bis Fuß unter einer Dusche reinigen.“
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Matthias Küntzel, Ahmadinejads Antisemitismus und der gegenwärtige Krieg:
Najas – das schiitische Dogma von der „Unreinheit“ der Juden
Zwar ist es richtig, dass es in der etwa 2700 Jahre alten Geschichte der Juden im Iran keine dem deutschen Antisemitismus vergleichbare Phänomene gegeben hat. Doch kann von einer Gleichberechtigung der Juden unter der im 16. Jahrhundert beginnenden schiitischen Herrschaft keine Rede sein. Im Gegensatz zu den Sunniten etablierten die Schiiten im 16. Jahrhundert ein System „ritueller Reinheit“, das Ähnlichkeiten mit der Haltung der Hindus gegenüber den Parias, den „Unberührbaren“ hat. Danach gilt, wer kein Muslim ist, als najas, also unrein. Jede Berührung mit einem Najas wird als eine Art Vergiftung angesehen. Die paranoide Furcht vor „Ansteckung“ provozierte periodisch Exzesse und führte zu einem besonderen schiitischen Verhaltenskodex gegenüber Juden, Christen und Bahai. Diese mussten beispielsweise in Ghettos leben und durften bei Regen nicht auf die Straße gehen, um zu verhindern, dass ihre „Unreinheit“ sich ausbreitet.[9] Aus dem gleichen Grund wurde ihnen der Besuch öffentlicher Bäder oder der Kontakt zu Getränken und Speisen der Muslime untersagt.
Zwar wurde diese Diskriminierung unter der Herrschaft der Pahlavi-Schahs (1925-1979) abgeschafft – doch kehrte der Gedanke der „Unreinheit“ mit Khomeinis Revolution wieder zurück. Dem Revolutionsführer galt der gesamte Körper eines Nicht-Muslims ist unrein, „sogar sein Haar, seine Nägel und alle Ausdünstungen seines Körpers.“[10] So wurden unter Khomeini alle (christlich-)armenischen Arbeiter einer Getränkefabrik entlassen, da sie andernfalls mit einem Getränk in Berührung gekommen wären, das für Muslime vorgesehen war.[11] Bezeichnend auch die Antwort, die Ende der 80er Jahre ein Scheich namens Murtesa vom religiösen Zentrum Qum auf die Frage nach den Nicht-Muslimen gab: „Sie sind in zweierlei Hinsicht unrein. Erstens sind sie physisch unrein, da sie ihren Körper nicht sauber halten. ... Zweitens ist auch ihr Atem unrein, weil sie nicht an den Islam glauben. ... Wenn ich einem solchen Mann die Hand geben müsste, würde ich hinterher so schnell wie möglich ins Hotel gehen und meinen Körper von Kopf bis Fuß unter einer Dusche reinigen.“
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Morgaine - 18. Aug, 12:02
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