Giftspuren
Irgendwo las ich vor längerer Zeit eine lustige Geschichte über Timothy Leary, dem man offenbar öfter versuchte, fremde Eier ins Nest zu legen. Die psychedelische Gruppenreise im Kreise des Visionärs Leary, dem gerne der Titel des Drogenpapstes angehängt wurde, war einem der anwesenden Herren mit Sonderauftrag gar nicht gut bekommen. Nachdem er den Trip im Gegensatz zu den anderen nicht vertrug und erhebliche psychische Probleme bekam, fanden Wohlmeinende in der Jackentasche des ohnmächtig Gewordenen entscheidende Hinweise auf seine Tätigkeit. Man lieferte den armen Überforderten im nächsten psychiatrischen Krankenhaus ab, inklusive Rechnungsadresse für die Kosten der Behandlung.
Fremde Eier werden gerne in andere Nester gelegt. Doch aus diesen Nestern steigt dann übler Geruch herauf, der leicht Übelkeit und Erbrechen nach sich ziehen kann. Das Gift, das man anderen verabreicht, hinterlässt Spuren an den eigenen Fingern, selbst wenn die Botschaft in Schutzhandschuhen überreicht wurde. Wieviele Boten werden wohl in Zukunft noch tiefer in das vor ihnen stehende Glas sehen, könnte doch in einem von ihnen die gleiche Dosis Gift sein. Wieviele Einflüsterer lauschen den Worten ihrer Lieben schon lange nicht mehr ohne Argwohn, haben diese Einflüsterer doch die gleichen Bilder im Sinn, welche sie in den Köpfen anderer im Auftrag malen: Vertraue niemandem. Schweigen ist besser als Reden. Dein engster Freund könnte dein ärgster Feind sein. Glaube nichts, was man dir erzählt.
So. Und so ähnlich lautet das langsam zerstörende Gift, welches Geist und Körper zersetzen soll, und dass seine Spuren auch an den eigenen Händen hinterlässt. Nicht das Dreiergesetz der Magie führt hier Regie, nein, es ist die Angst, dass andere genau so denken und handeln könnten wie man selbst. Es gibt nur einen Weg aus dieser Welt der Angst vor der Wirkung des eigenen Handelns: Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu.
Fremde Eier werden gerne in andere Nester gelegt. Doch aus diesen Nestern steigt dann übler Geruch herauf, der leicht Übelkeit und Erbrechen nach sich ziehen kann. Das Gift, das man anderen verabreicht, hinterlässt Spuren an den eigenen Fingern, selbst wenn die Botschaft in Schutzhandschuhen überreicht wurde. Wieviele Boten werden wohl in Zukunft noch tiefer in das vor ihnen stehende Glas sehen, könnte doch in einem von ihnen die gleiche Dosis Gift sein. Wieviele Einflüsterer lauschen den Worten ihrer Lieben schon lange nicht mehr ohne Argwohn, haben diese Einflüsterer doch die gleichen Bilder im Sinn, welche sie in den Köpfen anderer im Auftrag malen: Vertraue niemandem. Schweigen ist besser als Reden. Dein engster Freund könnte dein ärgster Feind sein. Glaube nichts, was man dir erzählt.
So. Und so ähnlich lautet das langsam zerstörende Gift, welches Geist und Körper zersetzen soll, und dass seine Spuren auch an den eigenen Händen hinterlässt. Nicht das Dreiergesetz der Magie führt hier Regie, nein, es ist die Angst, dass andere genau so denken und handeln könnten wie man selbst. Es gibt nur einen Weg aus dieser Welt der Angst vor der Wirkung des eigenen Handelns: Was du nicht willst, dass man dir tu', das füg' auch keinem anderen zu.
Morgaine - 3. Dez, 18:03
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