Samstag, 23. Oktober 2004

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ohren

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Kunst und Spaß und Tod und Himmel und Licht. Morbider Schmuck, verziert mit den Namen der medialen Boten des Leidens, Worte begierig aufgesogen von denen, deren kleine Freiheiten die nach oben oder nach unten gerichteten Daumen sind.

Amos Oz

Freitag, 22. Oktober 2004

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Die Sicht der Täter zu zeigen, heißt nicht, deren Taten zu verzeihen. Erklären ist nicht entschuldigen. 'Der Untergang' erklärt jedoch nichts, durch Dramatisierung von Emotionen senkt er vielmehr die Reizschwellen der deutschen Diskussion um die eigene neurotische Betroffenheit der Nachgeborengeneration. Sie werden lauter, die Stoßseufzer des "Wir haben es so schwer, in einem Land mit dieser Vergangenheit zu leben". Entlastung tut not. Notfalls durch Entledigen der kompletten Vergangenheit in der Mülltonne, nicht wahr Mutter? Dorthin gehörte deiner Ansicht nach dieses ganze Holocaust-Zeug der so sehr gehassten, toten Schwiegermutter. Meiner Großmutter.

Küchentischpsychologie

Was ist Krankheitsgewinn?
Gewinne Zeit.
Habe ich.
Gewinne Abstand.
Will ich nicht.
Gewinne Ruhe.
Brauche ich nicht.

Wieso bin ich dann immer noch krank?

Donnerstag, 21. Oktober 2004

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beine

Mittwoch, 20. Oktober 2004

Karstadt-Krisengewinner

Das Hickhack unter den Gläubigerbanken des angeschlagenen KarstadtQuelle-Konzerns scheint beendet. Der KarstadtQuelle-Konzern konnte heute eine erste Einigung mit den Gläubigerbanken vermelden und seine Liquidiät bis zum Jahresende sichern. Damit hat sich der Konzern mit der Zusicherung der Banken Luft für das wichtige Weihnachtsgeschäft verschafft.

Die KarstadtQuelle-Aktie, die angesichts des Überlebenkampfs des Unternehmens immer mehr zum Spielball von spekulativen Hedge-Fonds geworden ist, dämmte infolge der Nachricht ihre Verluste etwas ein."

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Tageslosung: Provokation bleibt trotzdem Information.

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Immer diese Emotionen. Schön sachlich bleiben, bitte. Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu bauen. Oder so

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wheels

... Ich würde auch ganz langsam fahren. Ehrlich ;-)

Dienstag, 19. Oktober 2004

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"Sag mal, spinnst du, das ist kein Text, das ist Müll. Mit einem Jahr Englisch kann man das verstehen." (Im Hintergrund das monotone Dudeln von etwas, das lediglich aus den Wörtern "fuck you" und "asses" zu bestehen scheint.)

Antwort:
"Klar kann man. Deshalb hört man."

Na prima. Und demnächst dann vielleicht noch das hier?

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Dass jetzt schon Tarifverträge gekündigt werden, weil man davon ausgeht, dass die "arbeitgeberfreundliche" Ver.di dieses Mal "besseren" Konditionen zustimmen wird, ist leider Realität. Passend dazu: "Which side are you on".

Vor zwei Stunden habe ich mir auf einem Spaziergang unter Bäumen haargenau diesen Satz überlegt und mich gefragt, wie die Antwort wohl ausfiele.


Nachtrag: Der Kritik in den Kommentaren stimmt meine ziemlich erfahrene Gewerkschaftsquelle allerdings auch zu. Er sprach da irgendwas von "seiner dicken Akte" in dem Laden ;-)

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wirst du stehenbleiben, die grenzen selber ziehn, nicht mitgehen? nein? tu es. ich bin da, wo kein spiel mehr ist. keine grenzen. suchen. überschreiten. no border. lines.

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Ach du Sch ... !!!

Muß ich wohl demnächst erst website gucken gehen und im Netz recherchieren, eh ich wieder fromm, fröhlich und frei im Blog mitteile, was ich gerade höre. Gehört hab ich nämlich in diesem Lied vor allem die Worte "Ruinen, auferstanden aus ... über das was grad mal war, spricht man heute gar nicht mehr."

NEIN!!! Das ist kein Lied über Ost-West-Werte, vielen Dank also an "Frederico Elwing". Und ich geh derweil eine Runde in den Keller. Zum Schämen ... ;-)

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"Betriebsräte anderer Autobauer stellen sich hinter
Opel-Arbeiter"

Montag, 18. Oktober 2004

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flower

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Geht doch.
"Mit einem europaweiten Aktionstag wollen die Mitarbeiter von General Motors morgen ihre Solidarität mit den Beschäftigen bekunden"

Blogfastfood

So was Blödes. Ich vergas. Was? Neee, ich vergaß schon mal wieder, dass des hier zu Opensource wurde. Immer wieder neue e-mail-accounts anlegen ist wirklich nervig, und wenn ich denn von meinem Rechner aus so schön wilde mails schriebe wie ich gerne täte, dann wärs doch doof, das Meisterwerk in der Mayerschen auf dem Grabbeltisch wiederzufinden als Mängelexemplar mit Macken, und vielleicht gibts dann auch noch Überbelegung inner Merheimer Klinik wegen unsachgemäßer Anwendung von paradoxer Intervention. Frei nach 'Mein Bauch gehört mir' daher heute die Tageslosung 'Mein Verlauf gehört mir'. Hört zwar sowieso keiner, aber wenigstens habe ich mal drüber gesprochen, nein, jetzt kein Kamillentee bitte, und außerdem isses doch wirklich irgendwie blöd, dass ich jetzt nicht die schönen Seiten besuchen und dort lauter nette Sachen schreiben kann, das heißt, können kann ich ja schon, nur sollen sollte ich lieber nicht. So. Und dass mir das jetzt ja keiner ernst nimmt. Es sei denn, er liest gleich das ganze Blog. Wobei mir gerade noch einfällt, dass ich das Vorlesen einzelner Blogtexte, will heißen Blog-Lesungen, ziemlich mittelmässig finde. Muß es denn unbedingt sein, dass Blogs jetzt auch noch als leicht konsumierbare Fastfoodkulturhäppchensalate verwurstet werden?

Blogbuch-Bashing

"Gorillas im Nebel"
Klingt irgendwie besser als
Guerilla ...

Mußte jetzt einfach sein ;-)

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helen2

Deine Kindergartenzeit. Die Neunziger. Einfamilienhausidyllen, elektronische Garagentore, Parabol-Antennen auf den Dächern, Baumarkt-Werbung im Briefkasten, Zweitwagen mit Micky-Maus-Kindersitzen, "Onkel Fotograf" im Kindergarten, Lächeln unter Zwang

Sonntag, 17. Oktober 2004

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Kann ich jetzt bitte sofort gesund werden? Will mit diesem gelben Ding da unten vor der Tür endlich wieder Richtung Berlin fahren - und das hier ansehen. Außerdem noch dieses und jenes tun.

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Liebevolle Väter-Geschichten

Freiwillger Aufenthalt im Container

führt zu Zynismus, unfreiwilliger, derzeitiger Aufenthalt in der Truman-Show hingegen produziert kreative Wut, gebündelte Energie und manchmal auch Sätze, die einem sehr leid tun.

A.

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Wer will denn so was? (via Frederico Elwing)
Ich will lieber lichterkettenbildende Gewerkschafter.

Das „Spiel des Lebens“ gestalten!

"Was Grundeinkommen an der ökonomischen und politischen Situation von Frauen ändert."

(Word-Dokument. Es wird *nach* der Einleitung tatsächlich interessant ...)

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Es gibt keine Alternative.

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mdchendmon

"Dass Frauen für die Einflüsterungen des Dämons
offener sein sollen, ist eine Vorstellung, die sich über
die Jahrhunderte hinweg gehalten hat, wie dieses
Gemälde von 1832 zeigt." (Aus: Susan Greenwood,
Hexen im Mittelalter, Edition XXL)

Samstag, 16. Oktober 2004

Burn, Baby, Burn!

Wir Frauen frieren so schnell im kühlen Wind der Globalisierung, lieber gehen wir kuscheln ins warme Bett. Meint er. Und sieht nicht, dass wir so gerne heiß gelaufen sind auf dem Weg zwischen Kinderzimmer, Küche und Karriere.

Burn, Baby, Burn!
Vollbeschäftigung braucht Brand.

No Sex, please?

Gleich zwei Mal "asexuelle" Artikel.
Das klingt bedenklich.
Sendet Care-Pakete an die Redaktion, bitte!


P.S. Isses so "platt" genug?

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stellamara

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Astrid Haarland M.A. Politologin - Soziale Kunst- und Ausstellungsmacherin - Commander/ISLA - a.haarland(at)googlemail.com - Choose safe communication ... ;-)

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