Donnerstag, 25. November 2004

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Vielleicht fehlt Herrn Bade einfach ein wenig unmittelbare Erfahrung? Parallelgesellschaften gebe es in Deutschland nicht? Folgt man seiner eigenen Definition im Text und lässt die Gründe dieser Entwicklung außer acht, dann gibt es sie.

"eine monokulturelle Identität, ein freiwilliger und bewusster sozialer Rückzug auch in Siedlung und Lebensalltag, eine weitgehende wirtschaftliche Abgrenzung, eine Doppelung der Institutionen des Staates.

Zu "Doppelung": "Hart aber fair" ließ gestern einen Polizisten aus Neukölln zu Wort kommen. Wenn die Polizei dort anrücke, dann werde diese gar nicht als staatliche Autorität wahrgenommen. Das regele der muslimische Friedensrichter, sei die Auskunft in vielen Fällen. Und es passiere, dass die Polizei sich tatsächlich aus pragmatischen? Gründen zurückziehe.

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"Marx im Media-Markt" und White Trash

Mittwoch, 24. November 2004

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Die gleiche Sprache sprechen

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bein

Dienstag, 23. November 2004

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Wer im Glashaus sitzt, darf fortan mit den ganz großen Steinen werfen! Das macht Spaß und gibt ordentlich Krach.

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Und wie wird Ihr(e) Abgeordnete(r) beim nächsten Mal abstimmen?

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An diesem Punkt müßte eventuell noch einmal nachgedacht werden.

Selbsterhalt oder Wandel durch Annäherung

"Längst haben auch die Grünen die Abkehr von einem naiven Multikultur-Begriff vollzogen. "Das Wort Multikulti wird kaum noch benutzt", sagt Katja Husen, frauenpolitische Sprecherin der Partei. "Es klingt so verspielt, aber Integration ist kein Spiel." Diese Position ist Mainstream in der Grünen-Spitze. "Wir wollen keinen Multikulturalismus, wenn das heißt, jeder kann machen, was er will", sagt Bundesvorstandsmitglied Omid Nouripour. Grüne Politiker, die das Wort Multikultur weiterhin verwenden, wie etwa Parteichefin Claudia Roth, benutzen es nicht als Chiffre für Beliebigkeit, sondern um Deutschland als Einwanderungsland zu beschreiben."

Ich hörte in Köln, dass Frau Roth von der deutschen Entwicklung hin zu einer multikulturellen Demokratie sprach. Jemand hat ihr offensichtlich das Modell der sogenannten Konsensdemokratie erklärt. Holland ist solch ein Modell. Man stelle sich verschiedene, nebeneinander stehende Säulen auf einem Fundament, sprich Verfassung, vor und betone, dass die Werte dieses Fundaments für die nicht unbedingt miteinander kommunizierenden Säulen gelten sollen. Damit wären wir dann wieder bei den Parallelgesellschaften, die in diesem Modell zwar die Verfassung ehren, nicht aber den Dialog suchen müssen.

"Dialog suchen müssen"? Anders formuliert: Systeme kommunzieren und entwickeln sich durch Informationsaustausch nicht nur zwecks Selbsterhalt weiter, sondern verändern sich im Sinne einer Annäherung an das und die Anderen.

Und nun übertragen wir dieses Modell zum Beispiel auf die recht heterogenen muslimischen Gemeinschaften in Deutschland, auf die Gemeinschaft von Milli Görüs beispielsweise.

Montag, 22. November 2004

"Irgendwie haben wahrscheinlich beide Seiten ein bisschen Recht."

Porträt: Ayaan Hirsi Ali kämpft für die Emanzipation der muslimischen Frauen
der standard.at via Weblog Menschenrechte

"... Eine verstörende Tatsache, die nur ein Symptom ist für das Dilemma, in das die westlichen, säkularen Rechtsstaaten in ihrem Verhältnis mit der radikalen Spielart des Euro-Islam verstrickt sind. Wie geht man mit Parallelgesellschaften um, die die Menschenrechte nicht achten? Da, wo das ruchbar wird, die Täter bestrafen und die Opfer schützen - wobei schon Letzteres leichter gesagt als getan ist. Aber um den Panzer aufzubrechen, mit dem sich diese Parallelgesellschaften umgeben haben, muss man erst einmal an sie herankommen, muss man mit den umhätschelten Jungpaschas ins Gespräch kommen, die bereit sind, ihre Schwestern abzustechen, wenn sie gegen Allahs Gesetz verstoßen oder "die Ehre" der Familie "besudeln". Schnell können sich Zielkonflikte ergeben: Im Kampf gegen islamistischen Terror kann polizeiliche Repression notwendig sein - sie treibt aber womöglich zur selben Zeit den Militanten neue Anhänger zu, die sich nur in ihrer Überzeugung bestätigt sehen, dass der Islam vom Westen (oder vom Christentum) unterdrückt wird. Die stetigen Warnungen vor dem Islamismus tragen auch zur Stigmatisierung ganzer Bevölkerungsgruppen bei. Andererseits ist verständnisvolle Sanftmut auch fehl am Platz, wenn es angebracht ist, klare Grenzen zu ziehen."

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"I'd rather barbeque and watch the Gators"

Sonntag, 21. November 2004

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Im SPIEGEL: Muslime gegen Terror. "Manchmal habe ich Angst vor meiner Religion"

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jugendverein kassel-mattenberg

Vertreter des DITIB aus Kassel, Jugendverein Moschee-Mattenberg. Yümet Yakis, auf dem Foto dritter von links, hat 120 Leute aus Kassel mitgebracht. "Ein Bus voller Erwachsener und ein Bus mit Jugendlichen. Und schreib' noch, dass ich SPD-Mitglied bin."

(Was ich hiermit getan habe, Yümet! Wenn du dafür in den nächsten Tagen ein Blog anlegst, damit ich euch verlinken kann. Ich hoffe, die kurzen Erklärungen dazu reichten? Grüße von hier, A.H.)

Yümet Yakis und Ayhan Saka, rechts im Bild, versuchen mit ihrer Jugendarbeit auch aufmerksam zu machen auf die Bedrohung der türkischen Jugendlichen durch die rechtsradikale Szene in der Nordstadt von Kassel. Ein großer Teil der Jugendlichen und Erwachsenen lebt dort von Sozialhilfe, die Quote von 9,9 Prozent Sozialhilfeempfängern in Kassel ist die zweithöchste hinter Bremerhaven.

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Die Rede von Günther Beckstein, bayerischer Innenminister, der zu gegenseiter Toleranz auf dem Boden des Grundgesetzes mahnte, wurde von Pfiffen und Buhrufen begleitet, Claudia Roth, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, erhielt Beifall für ihren Aufruf zur Schaffung einer "multikulturellen Demokratie". Guido Westerwelle, Bundesvorsitzender der FDP, wies darauf hin, dass die in Deutschland lebenden Türken keine Gäste, sondern Steuerzahler sind. Außerdem sei Europa "kein christlicher Club", sondern lebe von Vielfalt.

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demoringe2

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demoringe

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Gegen 14.00 beginnt die große Kundgebung auf den Ringen zwischen Friesenplatz und Rudolfplatz unter dem Motto: "Hand in Hand für Frieden und gegen Terror". Die Veranstalter sprechen von 25.000 Teilnehmern und weisen darauf hin, dass keine Transparente gezeigt werden dürfen, die die Organisatoren nicht genehmigt haben. Dieses sei in Deutschland die erste Demonstration der Muslime der Freiheit. Man wolle ein Zeichen setzen, denn "die Fundamentalisten sind in der Minderheit".

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nichtdschihad

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europafahne

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real islam

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deutschlandfahne

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plakatterror

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Venloer Straße, Köln. "Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (DITIB)". Männer stehen in Gruppen vor dem Haus, einige Frauen sind in Begleitung ihrer Männer und Kinder gekommen, Ordner und Polizei weisen die Busse ein. Ein junger Türke sagt mir, dass die Veranstaltung parallel zur Wahl der Ausländerbeiräte stattfindet, viele daher wohl nicht kommen werden. Auskunft der türkischen Security, dass man um 12.00 Uhr an der Venloer Straße erste Redner erwarte, dann gemeinsam bis zum Rudolfplatz laufe, dort gegen 14.00 Uhr die offzielle Kundgebung.

"Todesdrohungen auch gegen belgische Justizministerin"

Dankeschön veröffentlichte einen Hinweis am vergangenen Donnerstag. Einen Tag später schreibt die NZZ online:

"Todesdrohungen auch gegen belgische Justizministerin

Nach Morddrohungen gegen eine islamkritische Politikerin hat die belgische Polizei einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann habe zugegeben, die 32-jährige belgische Senatorin Mimount Bousakla bedroht zu haben ... Vor zwei Jahren hatte Bousakla ein Buch veröffentlicht, in dem sie sich unter anderem kritisch mit der Stellung der Frau im Islam beschäftigte. Ausserdem bezog die sozialistische Politikerin offen Stellung gegen fundamentalistische Einflüsse in belgischen Moscheen."

Samstag, 20. November 2004

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Der Spindoktor: "Gleichzeitig fanden US-Marines etwas, was den USA und der irakischen Regierung einigen Spott einbringen dürfte. Ein großes, kaum zu übersehendes Haus mit der großen, ebenfalls kaum zu übersehenden Anschrift: "Al Qaida Organisation".

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islam.de:

Aufstand der Anständigen: „Muslime gegen Terror und Gewalt“ überall und nur gemeinsam – auch in Holland

.... Wir können auch nicht mehr warten auf die angeblich mehrheitlich aufgeklärten Muslime, die sich nicht von den Verbänden und Moscheen vertreten fühlen, dass sie für uns auf die Strassen gehen. Diese schreiben zwar in Zeitungen viel, zuweilen reden sie auch in den Talkshows ununterbrochen von der Bringschuld der Muslime – wobei diese Forderung nicht falsch ist - sie haben aber bisher keinen einzigen Demonstrationszug auf die Beine gestellt, da sie selber einem erhebliches Mobilitätsdefizit unterworfen sind.

"Protest mit Tücken"

"Milli Görüs dominiert den zweitgrößten muslimischen Verband in Deutschland, den Islamrat. Der wird die Kölner Demo nicht mittragen. Ebenso wird der drittgrößte Verband, der Zentralrat der Muslime, seine Mitglieder nicht zur Teilnahme auffordern, erklärte deren Vorsitzender Nadeem Elyas."

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"...Die Eskalation der Gewalt kann wohl nur durch eine gänzlich kontra-intuitive Idee durchbrochen werden, nämlich durch die der Vergebung."

Ich vergebe dir, dass du mich unterwerfen und, sollte dieses nicht gelingen, umbringen willst?

Jagdsaison!

"Hunters soon may be able to sit at their computers and blast away at animals on a Texas ranch via the Internet, a prospect that has state wildlife officials up in arms.

The Web site already offers target practice with a .22 caliber rifle and could soon let hunters shoot at deer, antelope and wild pigs, site creator John Underwood said on Tuesday."

The website:
"LIVE-SHOT is a new concept. You can challenge yourself and compare your skills to other members with our on-line target shooting. We have developed a system where you can control a pan/tilt/zoom camera and a firearm to shoot at real targets in real time."

Freitag, 19. November 2004

"Lebenslügen"

Ideen und Irrtümer: "Am ärgerlichsten ist aber, dass die konservativen Verdränger den "Multikulturalismus" jetzt als Auswuchs eines übertriebenen Liberalismus hinstellen wollen ... Der Multikulturalismus war eine Spielart des Kulturrelativismus, den es auf der politischen Rechten mit anderen Schlussfolgerungen ebenso gibt wie auf der Linken."

weiter

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Noch einmal Sudan (Siehe den Beitrag unten, "Tanz auf dem Pulverfass, Hinweis auf Religionskrieg im Sudan"):

via Weblog Menschenrechte, "Lage der Kinder in Darfur verzweifelt ... Die Gräueltaten gegen Mädchen und Frauen müssen sofort aufhören."

Die Versklavung und Zwangbeschneidung von christlichen Mädchen und Frauen, die nicht zum Islam übertreten wollen, empfinde ich als einen besonders perversen Akt des dortigen Religionskrieges. Kath.net schreibt zum Thema unter dem Titel "Vom Westen verraten und verkauft":

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Inwiefern beeinflussen die Ölvorkommen im Süden des Sudans die Situation?

GASSIS: Ganz dramatisch! Früher hat sich kaum jemand um dieses Land gekümmert. Jetzt zeigen Länder wie Frankreich, Deutschland, Belgien, Holland oder Kanada Interesse am Sudan – wegen des Öls. So wie Christus für dreißig Silberlinge verraten wurde, wird mein Volk von den westlichen Glaubensgeschwistern für ein paar Fässer Öl verraten und verkauft. Ob die afrikanischen Christen oder die Angehörigen der Naturreligionen leben oder ausgelöscht werden, interessiert die westlichen Regierungen nicht im Geringsten. Was zählt ist das Geschäft. Wenn einmal die afrikanischen Völker im Sudan vollständig ausgerottet sein werden, wird der „christliche“ Westen ihnen sicher Denkmäler bauen.

Tanz auf dem Pulverfass der Toleranz

Zwei Wochen sind seit der Ermordung von Theo van Gogh vergangen und die medialen Tänzer auf dem Pulverfass der toleranten Demokratie vollführen immer schnellere Schritte. Frau Beck, ständig bemühte Ausländerbeauftragte der Bundesregierung, kann in "Berlin Mitte" endlich zugeben, dass es auch in Deutschland Islamismus gibt, der Gewalt und Unterdrückung von Ungläubigen und Frauen predigt. Ach Frau Beck. Sie müssen doch nicht ständig betonen, dass die große Mehrheit ... Herr Schönbohm darf sagen, er habe das alles schon immer gesagt und lernt außerdem, dass es doch tatsächlich Diskotheken in Deutschland gibt, deren Türsteher immer noch keine Türken in ihre heiligen Hallen lassen. Herr Broder würzt die Diskussion mit dem pikanten Hinweis, dass Herr Kaplan vom Kalifatsstaat über beträchtliches Vermögen verfügt und dennoch jahrelang Sozialhilfe bezog. Die "Einwanderung in die Sozialsysteme" von Muslimen, die diese deutsche Errungenschaft zwar schätzten, andererseits gegen genau diese Ungläubigen unendlichen Hass empfinden, sei durchaus üblich. Wie gut, dass das heute-journal vor "Berlin Mitte" sich noch ein wenig zurückhielt und dem Beitrag über die Gräueltaten im Sudan keine näheren Erklärungen über den dort stattfindenden Religionskrieg hinzufügte.

Donnerstag, 18. November 2004

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Schutzwürdig

"30 Porn-Star Portraits"

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The XXX Project
siehe auch hier

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