Freitag, 15. Juli 2005

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Den Zeugen Jehovas, die gerade hier klingelten, hätte ich doch vielleicht noch sagen sollen, dass Gedanken über den Terrorismus und das Attentat von London nicht unbedingt geeignet sind als apokalyptische Werbewaffe.

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"Woran sind wir, meine arme Elektra, woran sind wir?"

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bettwsche1

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Hilfe! Jetzt schreiben sie schon im Wettbewerb wunderschöne Geschichten. Hallo? War es nicht neulich an der Theke? Ich hatte doch nur einen einzigen Namen in launiger und lauschiger Umgebung ins Rotwein-Glas geraunt. Doch das habe ich nun davon: Der eine denkt in seinem Blog mit Hilfe der Psychologie über die Dinge nach, die gewiss s(einem) hoffentlich nur vorübergehenden Hormonstau entspringen, der andere dichtet und deutet alles, was sich irgendwie auf Kamera und Kugel reimt. Mir fällt dazu dann nur noch eines ein: Großartige Geister! Und gemeinsam wärt Ihr wirklich ein wunderbares Team.

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Die Stauffenberg Light Show

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Achtung: Vollkommen humorfreie Zone!
Vom Mastermind, dem Führungsoffizier und den neurologischen Grundlagen der Gehirnwäsche zur Programmierung von Selbstmordattentätern

Update:
Kleine Korrektur. Ich habe gerade doch noch eine Handvoll Humor gefunden.

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"Was heißt links? Alle schimpfen über PDS und WASG. Zeit für einen Grundkurs in linker Politik"

Donnerstag, 14. Juli 2005

Sieh' in deinen eigenen Spiegel!

Das ist mein Leid

Das ist mein Leid, daß ich in allzuvielen
bemalten Masken, allzu gut zu spielen
und mich und andre allzugut
zu täuschen lernte.
Keine leise Regung zuckt in mir auf,
und keines Lids Bewegung
in der nicht Spiel und Absicht ruht.

Das muß ich meinen Jammer nennen,
mich selber so ins innerste zu kennen
vorwissend jedes Pulses Schlag.
Daß keines Traumes unbewußte Mahnung
und keiner Lust, und keines Leides Ahnung
mir mehr die Seele rühren mag.

(Hermann Hesse)

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Aktivisten gegen Neoliberalismus. Ein Beispiel für den Kampf um Autonomie und daran anschließende Aufstandsbekämpfung. Auch wenn die Sache komplizierter war, als man anfangs dachte, erreicht wurde dann unter Einsatz einer offensiven Verteidigungstrategie die Zahlung eines fairen Preises für alle.

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Zum weiteren Dichten und Denken hier noch einmal kurz und prägnant das Wesentliche. Bisherige Nennung von Namen und Produkten haben nichts zu tun mit der folgenden Aussage:
Wer ungefragt lauscht sowie faul spielt, erhält die Quittung Rechnung.
Andere Interpretationen entbehren nicht einer gewissen Ironie ob des mit Erfahrung garnierten und gewürzten Lebens der Lady ... ;-)

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Alternativen. Oder: Von Rittern und Räubern

Mittwoch, 13. Juli 2005

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"Schlaf gut, Schwester Simone - ou mewite sa - du hast es verdient."

Schwester Simone,
Danksagung an eine Heldin

von Beverly Bell

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Noch mehr zum Selberdenken: Das Steuerkonzept der PDS

Steuersparmodell Medienfond und Blog-Netzwerke

Zum Selberdenken: Regierungsprogramm CDU/CSU. Ein mir bisher unbekanntes Thema ist beispielsweise der Punkt "Streichung von Steuersparmodellen: Medienfonds". Filme wie "Das Wunder von Lengede" als Abschreibungsobjekt?

Nach zwei Jahren Aufenthalt in BlogLand ergibt sich für mich mehr denn je die Frage, welche (bloggenden) Kulturschaffenden eigentlich mit welchen Interessen Wahlkampf-Hilfe betreiben. Ist es richtig, dass beispielsweise das Blog-System der ZEIT von einer Firma eingerichtet wurde, dessen Geschäftsführer sich mittlerweile offiziell als SPD-Wahlblogger outet? Sehe ich richtig, dass blogg.de ebenfalls von dieser Firma betrieben wird? Wer sind die Initiatoren hinter welchem Weblog-Verlag? Die sich daran anschließende rein rhetorische Frage ist die der bloggenden Netzwerke. Dieser Überblick hat zwar Zeit und Geduld gekostet, der Aufwand sich aber gelohnt.

Dass der Betrieb einer Blog-Palette von links außen bis fast nach rechts draußen reinem Zweckpragmatismus dient, ist nur zu verständlich. Dass "Generation Blogger" nicht in derartige Konzepte passte, und meine Blogs nicht dazu geeignet sind, beispielsweise mit dem alles einigenden Band des Antiamerikanismus auf Stimmenfang zu gehen, ist mir ebenfalls klar. Den Mitarbeitern des gar nicht so grauen Online-Magazins empfehle ich übrigens, die Fenster lieber zu schließen, bei plötzlicher Änderung der Windrichtung soll nämlich schon mancher Blumentopf aus Versehen auf der Straße gelandet sein. Der Einsatz entsprechender (Fenster-)Putztruppen ist da doch eigentlich überflüssig. Oder?

Unabhängig von solchen Fragen, aus welcher Richtung der Wind in Zukunft wehen wird, wäre zu klären, wer mit welchen Informationen das Hörfeature über die Bloggerin aus dem Glashaus inspiriert hat und wer die Rechung bzw. den Schadensersatz bezahlt.
Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Nicht nur am Wahltag ist Zahltag! Weitere Drohungen jedweder Art sowie das zeitaufwändige Erzählen von Geschichten um persönliche Tagesabläufe herum sind absolut nutzlos und lediglich ein hoher Unterhaltungsfaktor.

Der etwas fantasielose Versuch der Romeo-Nummer wird in diesem Zusammenhang mit inspirierendem Interesse betrachtet und weiteren Schauspielern empfohlen, lieber noch den Fortsetzungskurs von Ficken für Volk und Vaterland zu besuchen. Bloggende Ladies sollen nach meinen Recherchen nämlich Gutes gewöhnt sein ... ;-)

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Lediglich verschwendete Zeit ist das Herauspicken von einzelnen Tagesereignissen zwecks Spiegelung der Spieler. Das Netz wird nie dicht genug sein. Es ist Spiel.Zeit und freie Spiel.Wahl.

Dienstag, 12. Juli 2005

Ekel.Hafte Jobs

Ich behaupte ja nicht, dass diese Arbeit Spaß macht. Zudem ist das Risiko, in solch einem Job irgendwann schmerzhaft mit den Folgen des eigenen Tuns konfrontiert zu werden, nicht gering. Aber vielleicht liegt es ja auch an einem gesunden Maß an übriggebliebener Moral, dass momentan einiges recht wenig heiter, sondern eher hölzern klingt. Ich werde in meinen Geschichten unter strenger Wahrung juristischer Regeln wohl noch deutlicher werden müssen. Denn: Nicht nur Vögel sind frei. Auch unsere Inspirationen und Interpretationen.

"Grenzziehung"

Kontakt@ARD-Hauptstadtstudio.de
Antwort auf Mailomat Linksbündnis2005.de

Sehr geehrte ...,
haben Sie vielen Dank für Ihr Schreiben. Dass aus dem neuen Linksbündnis eine bedeutende politische Kraft wird, ist vorstellbar. Dennoch gilt für unsere Sommerinterviews im "Bericht aus Berlin", dass wir diese Gespräche ausschließlich mit dem Bundeskanzler und den Vorsitzenden jener Parteien führen, die im Bundestag in Fraktionsstärke vertreten sind. Bei unserer Auswahl richten wir uns also nicht an der erwarteten Stärke von Parteien, sondern an der tatsächlichen während einer laufenden Legislatur. Im Kern nehmen wir als Richtschnur also das deutsche Wahlrecht und die Geschäftsordnung des Deutschen Bundestages. Sie mögen mit diesen Kriterien nicht einverstanden sein. Wir allerdings brauchen eine nachvollziehbare Grenzziehung, die bei einer möglichst hohen Zahl unterschiedlicher Fälle anwendbar ist. Direktmandate von Parteien können diese Grenze nach unserer Überzeugung kaum markieren. Es könnten so Vertreter einer Vielzahl von Parteien Ansprüche einklagen. Ebenso umstritten wäre das Kriterium "in Prognosen stabil weit oberhalb der 5-%-Grenze". Wann ist "stabil" "stabil"? Was heißt "weit" oberhalb?
Dass Vertreter des Linksbündnisses "ausgegrenzt" werden, wie Sie formulieren, davon kann keine Rede sein. Vertreter der PDS und des Linksbündnisses kommen auf anderen Sendeplätzen sehr wohl vor.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Baumann
stellv. Chefredakteur Fernsehen
ARD-Hauptstadtstudio

-----Ursprüngliche Nachricht-----
Von:
Gesendet: Sonntag, 10. Juli 2005 12:39
An: Kontakt
Betreff: Sommergespraeche

Sehr geehrte Damen und Herren,

Die Berliner Zeitung berichtete über ihre geplanten Sommergespräche und ich stellte mit Erstaunen fest, dass Sie vorhaben das Linksbündnis zu ignorieren. Bei 12 geplanten Interviews(ARD/ZDF) mit politischen Persönlichkeiten stellt sich für mich die Frage, warum es nicht möglich ist, Repräsentanten des Linksbündnises einzuladen. Stattdessen bekommt beispielsweise die SPD gleich zwei Einladungen für die ersten sechs Gespräche. Jeder Bürger hat das Recht zu erfahren, welche Vorstellungen und Konzepte das Linksbündnis hat. Das Linksbündnis ist nicht irgend eine x-beliebige politische Kraft, die in der Bevölkerung keinen Rückhalt hat. Das Linksbündnis steht nach Umfragen seit mehreren Wochen stabil bei rund 10 Prozent und ist demnach drittstärkste Kraft in Deutschland. Wie kann es sein dass Sie bei 12 zur Verfügung stehenden Terminen nicht ein mal das Linksbündnis berücksichtigen? Ich möchte Sie daran erinnern, dass die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten den Auftrag haben, d en Bürgern ausgewogene und umfasende Informationen in allen Bereichen zu bieten. Das gilt auch für den Politikbereich.
Der Bürger hat das Recht, etwas über die Programmatik der verschiedenen Parteien zu erfahren. Sie können die aktuellen Umfragewerte nicht ignorieren. Diese Umfragen nehmen Sie in die Pflicht, Repräsentanten des Linksbündnis zu Wort kommen zu lassen, damit sich die Bürger selbst ein Bild über diese neue Partei machen können. Und bei 12 Sommerinterviews müsste sich noch viel Gestaltungsspielraum finden. Geschieht dies nicht, so kommen Sie ihren Auftrag nicht mehr nach. Es reicht nicht aus, über das Linksbündnis zu berichten, wenn gleichzeitig Politiker der anderen etablierten Parteien ausführlich zu ihren Konzepten und Vorschlägen Stellung nehmen können. Das führt zu einer Ausgrenzung von Teilen der Gesellschaft, dessen Meinungen in den öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten nicht mehr repräsentiert werden. Solche Maßnahmen könnten leicht als "boykott" empfunden werden.
Ich fordere Sie deshalb auf, dass Sie ihre Planungen korrigieren und dass Repräsentanten des Linksbündnises eingeladen werden.
Dieses Forderung ist leicht umzusetzen. Ich appeliere an die Vernunft und den Geist einer streitfähigen Demokratie.

Freiwillig teilen?

So verschieden und dennoch so gleich: Deshalb hätte ich mir gerne diesen Gottesdienst angesehen, offen für alle, engagiert, teilhabend, ganz dem Credo verpflichtet, dass genug da ist für alle. Das Versprechen, gemeinsam mit einem Freund daran teilzunehmen, konnte von mir leider kurzfristig nicht gehalten werden, im Gespräch danach erfuhr ich dann, dass zum ersten Mal scharfe Provokationen von sich als Fundamentalisten Gebenden gegenüber Besuchern und Geistlichen stattgefunden haben. Nein, freiwillig wird bestimmt nicht geteilt werden.

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Alternativen. Oder: Von Rittern und Räubern

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Netzwerk-Wahl. Der Tag, an dem wir so taten, als ob wir unabhängige Blogger seien. Auch: Als sie sich die Freiheit nahm, den anderen das Spiel zu erklären. Denn: Es ist so fein, eine nicht immer ganz so freie Bloggerin zu sein.

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Subversive Wahlwerbung der anderen Art

Montag, 11. Juli 2005

Es ist so fein, eine Bloggerin zu sein!

DAS war wirklich ein exklusiver Service: Mein tägliches Wohlbefinden auf meinem Bildschirm im Spiegel ablesen dürfen!

Nicht, dass ich jetzt missverstanden werde: Ich meine damit natürlich nicht, dass Ähnlichkeiten mit lebenden oder toten Gegenständen aus meiner Lebensmitte rein zufällig aus den Händen der Handlungsreisenden einer Residenz in die schöne neue Welt manches Medien-Machers und -marktes geraten waren.

Ladies, man(n) meint es wirklich gut mit uns Bloggerinnen! Um unser Wohl und Wehe besorgt, warnen um die Gesundheit besorgte Teams, sonst eher beschäftigt mit Tarnen und Täuschen, nun vor den Risiken und Nebenwirkungen von Spinne und Schlange.

Doch nicht nur Spiderwoman und Lilith wissen: Hast du keine, blog' dir eine!

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"So bin ich - ich schaue der Spinne zu ..."
Spiderwoman

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spider

Im Netzwerk der Spinnen?
Ladies, habt Ihr keine, bloggt Euch eine!

Die Verpackung, Baby!

Ich warte wirklich sehnsüchtig auf die Rezension von "This revolution"
in diesem gar nicht so grauen Online-Magazin ... Die geneigten LeserInnen sollten auch diesen Text selbstverständlich betrachten als Teil der Reihe 'Revolution ohne Rebellen' oder: Wie wir einmal aus Versehen beim Lunte legen gefilmt worden waren.

Nachtrag: Die Verpackung, Baby ... Und jetzt sollte hier eigentlich ein umfangreiches BlogRolling stehen. Kommt vielleicht später! Wenn ich denn wieder Lust und Laune habe ... ;-)

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nachdenkseiten.de:
„Im Kern steht für mich, dass ihr den Menschen Lebenssicherheit genommen habt. Das ist das Schlimmste.“ So beginnt das Schreiben des Chefökonomen von ver.di, Michael Schlecht, zum Austritt aus der SPD. Und weiter heißt es: „Ihr seid dafür verantwortlich, dass bei vielen meiner Kolleginnen und Kollegen wieder Angst und Sorge vor der Zukunft herrschen. Eine gesicherte Lebensplanung, die auch Kinder ermöglicht, wird für immer mehr Menschen unmöglich...“

Alternativen. Oder: Von Rittern und Räubern

"In einem Dorf desselben Kreises ist jüngst eine Maschine aufgestellt worden, die pro Minute 200 Kugelschreiber automatisch herstellt. Wenn diese Maschine – Wartungszeiten eingerechnet – eineinhalb Jahre läuft, dann haben die daran im Dreischichtsystem arbeitenden drei Frauen aus meiner Nachbarschaft jeden Bundesbürger mit einem Schreiber versorgt. Gesellschaftlich sinnvoll organisiert könnten sie nach diesem anstrengendem Jahr ihre Tätigkeit für das Reich der Notwendigkeiten einstellen und sich wichtigeren Dingen wie Kindererziehung, Beziehungsfragen, Kultur und Kunst widmen.

Weil aber die Gesellschaft (noch) nicht vernünftig organisiert ist, dürfen sie das nicht. Denn unter kapitalistischen Bedingungen ereignet sich Arbeitszeitverkürzung ungleichmäßig – fünf bis zehn Millionen werden ausgesperrt, und der Rest soll länger, nicht kürzer arbeiten.

Der oft bemühte Vergleich mit der Weimarer Republik zeigt bei genauerem Hinsehen Weiteres. Die Verzweiflung war damals auch deshalb so groß, weil die von Lohnersatzleistungen betroffenen Familien in relativ kurzer Zeit tatsächlich vom Hungertod bedroht waren. Die jetzt erreichte Produktivität ermöglicht es, ohne größere Probleme – vernünftige gesellschaftliche Organisation wieder vorausgesetzt – fünf, zehn oder sogar 15 Millionen Menschen in diesem Land zusätzlich zu den Kindern und Alten zu ernähren, zu bekleiden und ihnen Wohnungen und Autos zu bauen, ohne daß sie selbst mithelfen müßten, Getreide zu pflanzen, zu ziegeln oder zu schrauben." (Der Artikel)

Siehe dazu:
Bedingungsloses Grundeinkommen - In Freiheit tätig sein

Sonntag, 10. Juli 2005

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OFF-Topic: Für.
Wenn nichts anderes mehr geht, geht vielleicht noch das hier ...

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Faszinierende Bewegungen

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Ohne Kommentar

DAS ist Demokratie!

via Attac-Mailingliste:

ARD&ZDF-Protest-Mailomat
Ein Aufruf von linksbuendnis-2005.de

Jetzt an ARD und ZDF schreiben und gegen die geplante Ausladung des Linksbündnises aus den Sommergesprächen protestieren!

Diese Aktion wurde nach der Andeutung des Leiters des ARD Hauptstadtstudios ins Leben gerufen, bei 12 Interviews mit Politikern weder Gysi noch Lafontaine einladen zu wollen. Von anderen Vertretern der Linkspartei ist auch keine Rede. Obwohl das Linksbündnis laut aktuellen Umfragen dittstärkste Kraft in Deutschland ist und stabil bei 11% steht, werden die Repräsentanten dieser Partei nicht eingeladen. Dafür sind Politiker anderer Parteien eingeladen die einen viel geringeren Zuspruch in der Bevölkerung haben. Beispielsweise von der FDP. Dies hat nichts mehr mit der gebotenen Neutralität der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten zu tun.

Die Aktion richtet sich per E-Mail an ARD und ZDF, die jeweils sechs Sommergespräche ausstrahlen werden.

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Nun, den heißen Tipp, das durchaus witzige, aber leider gefakte Flugblatt zu verwerten, habe *ich* selbstverständlich nicht angenommen. Wirklich nett, vielen Dank! Ich werde mich gewiss erkenntlich zeigen ... Die Rechtsberatung im Heise-Forum ist ganz reizend!

Samstag, 9. Juli 2005

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Sommer-Zeit und (Sehn-)Süchte. In kühlendem Sekt mit Erdbeeren baden.

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Zeugnis-Zeit. Die Lieblingsfächer der Maus: Mathematik und Sport. Ernsthaftes Überlegen meinerseits, ob die Definition Kukuckskind in diesem Fall nicht erweitert werden sollte.
Obwohl, zum einfachen Rechnen reicht's bei mir noch, gerade wieder eine entsprechende Übung ausprobiert: November 2003 bis heute mal bekannte Konstante X gibt Summe Y, addiert pro jedem weiteren Tag um bekannte Konstante.
Doch, es klappt noch! Ob das allerdings reicht, das Vorurteil gegenüber Sozial- und Geisteswissenschaftlern zu korrigieren? Auch McKinsey und Co. merkt hoffentlich bald: Manch' Magister ist entgegen der herrschenden Meinung freudig erregt über Technik und Tastatur.

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lilith1









Lilith.
Und die heutigen Hüter der
Schlangen

Die Rechnung, Rache oder Respekt?

Wer hat nicht schon einmal von ihnen gehört? Hilflose Helfer, Polizisten, Sozialarbeiter oder Ärzte, die einer misshandelten Frau ihre Hilfe anbieten und dann feststellen müssen, dass diese nach wenigen Tagen ihre Meinung ändert, die Anzeige zurückzieht, das Angebot zur Hilfe der Sozialarbeiterin ausschlägt, dieses in der vergeblichen Hoffnung, es werde doch irgendwie alles wieder gut.
Nur: Wie lange blüht der Strauß Rosen, wie lange hält die Erinnerung an die eine Nacht danach, gewürzt und garniert mit dem bittersüßen Flüstern vor dem famosen Fick, aus dem hübschen kleinen Engel möge doch bitte kein Racheengel werden.
Nun, gutmeinende Berater wissen: Rache ist in der Tat keine Lösung. Aber: Nicht alles, was ER als Rache bezeichnet, verdient auch diesen Ruf. Manchmal ist Rache nämlich nichts anderes als die wiederholt angekündigte Rechnung Sanktion, die jeder guten Erziehung zugrunde liegen sollte. Wie nicht nur Eltern wissen: Bei wiederholtem Regelverstoß muss reagiert werden, denn es gibt leider Menschen, die erst auf diese Art lernen, was Respekt und Achtung vor dem Anderen wirklich bedeuten.
Ich denke, die betroffenen Frauen haben einen Anspruch auf unsere Unterstützung und unseren Mut, die Wurzeln dieser Art weiblicher Sozialisation mit Entschiedenheit auszureißen, und die Lösungen liegen nach meiner Meinung unter anderem in der finanziellen Förderung von Empowerment-Programmen zur langanhaltenden Verhaltensänderung hin zum wirklichen Wehrhaften.

Freitag, 8. Juli 2005

Und da waren's nur noch zwei

Ein Nachtrag zum Blogher-Awards: Vorhin in einem der "Profi-Blogs" den wirklich rührenden Satz gelesen, dass viele Frauen wieder aufhören zu bloggen. Nun, das kann ich mir denken!

Ich verrate nicht zuviel, wenn ich sage, dass auch der Sprecherin von Bloxbaby die Rolle gut gefallen hat. Ladies, wie wäre es, den Spieß einfach umzudrehen? Nein, das Stück heißt nicht "Stalking für Dummies". Lässig Lunte legen will nämlich gut gelernt sein. Damit die netten Jungs mit Tarnkappe und Tastatur ihre Freude daran haben. Und Ihr hoffentlich auch!

Last but noch least: Angebote zu anregenden Gesprächen über Früchte sowie Förderung der Freunde der Theatertruppe bitte per mail an mich.

Gespräch bei Kaffee und Kuchen

Zwei reizende ältere Menschen, der Garten und Vorgarten in sehr gepflegtem Zustand, der Hobby-Handwerkskeller perfekt ausgestattet und sortiert, man macht alles selber, was man kann, rüstig und gesund bleiben im Alter ist wichtig, wichtiger noch ist die Gesundheit der Kinder und Enkelkinder. Es ist Freitag nachmittag, auf dem Tisch stehen Kaffee und Kuchen.
"Habt Ihr denn gestern auch die Bilder aus London im Fernsehen gesehen?"
"Hmmh. Also. Ehrlich gesagt..."
"Jaa, was denn?"
Beugt sich vor, blättert kurz in der vor ihm liegenden Tageszeitung, lehnt sich wieder zurück in die Couch.
"Ehrlich gesagt ... Die Lügenkiste bleibt jetzt mal aus."
Sie nimmt die Thermoskanne, giesst ihm noch eine Tasse Kaffee ein.
"Früher hätte es das nicht gegeben. Da war der Mossad besser."
Danach kurzes Gespräch über das Attentat von München, über Bilder im Fernsehen von Demonstranten, die gegen Stellenabbau protestieren, über sinkende Löhne und Arbeitnehmerrechte. Er trinkt noch einen Schluck Kaffee.
"Was soll man denn da erwarten? Es wird nur noch gerafft. Und sonst gar nichts."
Ein wenig ratlos verlasse ich eine Stunde später die beiden reizenden älteren Herrschaften, die nun in den Baumarkt fahren und sich in Ruhe die Anschaffung eines neuen Rasensprengers überlegen wollen.

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Blog: harmony
a french canadian woman
occupation: love.live.revolution
london blasts & blogging made illegal

BlogHer - Awards for women bloggers

via heather powazek champ:

Awards for women bloggers: Deadline August 1
Dominic Basulto has a shout-out on Corante to all BlogHers about the prestigious Front Page Awards. Here it is:

"Attendees of the upcoming BlogHer Conference, take note: for the first time ever, the Newswomen's Club of New York has added a blog category to its annual Front Page Awards:

"The prestigious competition is open to women journalists, photographers, writers, producers from print, radio and television, and online media in the New York major metropolitan area. Contest divisions include newspapers, wires, photojournalism, radio and television, magazines and Internet media, with subcategories in each. New this year, blogs and Interactive media have been added to the Internet division, and Internet photography has been added to the photography division."

(more)

Bedingungsloses Grundeinkommen - In Freiheit tätig sein

Jungle World: "Nie mehr bescheiden sein!
Ein bedingungsloses Grundeinkommen muss gegen die herrschende Lohnfixierung erkämpft werden. von katrin mohr und robert ulmer

Nicht nur im politischen Mainstream, auch im linken Spektrum stößt die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens oder Existenzgeldes auf erhebliche Skepsis. So etwa bei Felix Baum, der die Forderung in der Jungle World (17/05) als illusorisch und ihre Befürworter als weltfremde Schwärmer kritisierte. (weiter)

"Grundeinkommen - In Freiheit tätig sein"

Netzwerk Grundeinkommen - Newsletter Nr. 06 Juli 2005 (pdf)

Wikipedia: Das Ulmer Modell ist ein Steuermodell.
Es wurde 1996 an der Universität Ulm unter der maßgeblichen Leitung von Prof. Dr. Helmut Pelzer entwickelt und stellt eine aufkommensneutrale Grundsicherung für alle Bürger dar. Diesem Konzept des Bürgergeldes liegt die Idee der Negativsteuer von Milton Friedman von 1962 zu Grunde.

Warum Grundeinkommensbefürworter das Non/Nee zum EU-Verfassungsvertrag begrüßen sollten

Zwei Fragen an Katja Kipping, stv. Bundesvorsitzende der PDS und Sprecherin des Netzwerks Grundeinkommen

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Schön, dass ich da heute einen Kommentar hinterließ. Leider, bevor dieser Beitrag kam. Sie schon wieder.

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