Sonntag, 31. Juli 2005

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Wir sehen uns ...

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Ich bin keine Freundin von Formeln, vielleicht, weil meine Fantasie eher aus einem reichlich gefüllten Fundus des Langzeitgedächtnisses schöpft. Leider reicht dieser Speicher jedoch nie zum Behalten von Kochrezepten. Dabei rupfe ich doch beispielsweise so gerne Hühnchen, nein, besser noch: Hühner.

Samstag, 30. Juli 2005

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"Hacken für Dummies"? Herr WVS macht freundlicherweise auf meinen Hinweis zu veränderten Kommunikationsinhalten von mir aufmerksam.
Eine Garantie für den Inhalt von E-Mails und sonstigen Kommunikations-methoden unter meinem Namen ist leider nur nach "persönlicher" Bestätigung möglich.

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ICQ-Hacking

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Das Bedürfnis kommt von unten - Die Linkspartei konnte erstarken, weil die Regierung den Kontakt mit der Bevölkerung verlor
Iring Fetscher in der Frankfurter Rundschau

Zum Fressen gern

"Der Köder ist ... schnell, intelligent, bissig und süß", sagte der Hecht, der niemals Blogs lesen würde, warf dann im rätselhaften Rausch einige beleidigende Brocken in das Becken, ließ sich vorher noch Tipps für Buchprojekte mit männlicher und weiblicher Perspektive geben und verabschiedete sich nun wieder einmal ohne weitere Worte. Hase steht am Haifischbecken und fragt sich mit viel Fantasie: "Was wollte wohl dieser hungrige Hai im hoffentlich nicht schon wieder gehackten ICQ?"

Neugier bildet. Meistens

Habe ich da etwas falsch verstanden? Leute, die neugierig sind, Daten und Informationen sammeln und verarbeiten, leiden unter dem Asperger-Syndrom? Oder bezieht sich das Sammeln von Informationen auf alle Menschen, deren Neugier auf ihre Umwelt die eines komatösen Patienten übersteigt? Mehr muß man dazu dann wohl nicht sagen. Hat übrigens mal jemand eine sehr niedrige Obergrenze für den IQ von bestimmten Berufsgruppen angeordnet? Gott/Göttin, erbarme dich unserer Brüder und Schwestern im Kindergarten-HackChat mit ihrer Spielzeug-Kopie vom Großen Onkel Echelon.

Freitag, 29. Juli 2005

Eil.fertig

Warmer Rotwein? Bitte nicht. Zimmertemperatur im Fall von Rotwein meint die Temperatur einer Mönchszelle im Mittelalter, liebe Barbesitzer. Der Rotwein darf also bei diesen Temperaturen ruhig mal in den Kühlschrank. Und dass nicht jeder Wein immer besser wird, wenn er lange lagert, dürfte sich hoffentlich auch herumgesprochen haben. Nur die guten Weine können lange liegen. Die allerdings haben Zeit und werden in der Tat immer besser - wie alle guten Dinge des Lebens ... ;-)

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"Ich kann einfach keine einzige Zeile mehr für den neuen Roman schreiben, wenn mir weiter die technischen Grundlagen fehlen."

"Was willst du denn wissen?"

"Wie man zum Beispiel herausfindet, ob diese Blogs speziell auf mich abgestimmten Content anhand meiner IP-Adresse generieren. Bei manchem Schreiber habe ich keine Zweifel, bei anderen wüßte ich ja doch gerne, ob sie tatsächlich wissen, dass ihre Blogs Spitzel-Content liefern."

"Ich glaube, ich schick' dir jetzt erst mal den Link auf die Internet-Seite 'Hacken für Dummies'."

"Danke!".

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Gerade noch mal einen weiteren Link von HipMama verfolgt. In der Tat: Weder Schleifen auf Schäfchen noch Rüschenkleider!

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HipMama: Wo James Joyce Recht hat ... ;-)

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"More garden blogs than you have time to read"

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barbiekombat

Ich bin nicht blond, finde aber, dass das natürlich auch eine schöne Haarfarbe ist. Leider sieht man rothaarige Barbies vor allem in Deutschland als Titel zu topaktuellen Themen eher selten.

Thema Terrorist

Es ist wahrlich eine Kunst, eine sehr lange, kontroverse und komplizierte Geschichte in einen sehr kurzen Nachrichtenbeitrag zu verpacken. Könnten die Redaktionen der tagesthemen und des heute-journals vielleicht beim nächsten Mal wieder demonstrieren, dass sie diese Kunst doch beherrschen und der sicherlich reizvollen Versuchung widerstehen, die Geschichte der IRA auf das quotenträchtige Wort "Terroristen" zu reduzieren?

Argumentum ad hominem, Borderliner und autoritäre Psychogruppen

Uralte Kamellen, von denen ich bereits während meiner Zeit als Politologin und Referentin für autoritäre Psychogruppen meinen TeilnehmerInnen berichtet hatte. Da sich der Schwerpunkt meiner Arbeit heute "ein wenig" verändert hat, ich mich als Bloggerin nun lieber ... im Haifischbecken bewege, hin und wieder aufgrund der Erfahrung der letzten beiden Jahre einen gezielten verbalen Schlag mit einer Prise Fachkenntnis setzen muß, wüsste ich doch zu gerne, was aus diesen alten Kamellen geworden ist ...

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Ich wünschte, ich würde das verstehen.

Donnerstag, 28. Juli 2005

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Manchmal weiß ich nicht, welches Gefühl überwiegt: Die Wut oder die Traurigkeit über das, was in der schönen neuen Internet-Welt passiert. Ich habe meine Erfahrungen gesammelt und verrate hier sicher keine Geheimnisse, wenn ich deine Worte dazu zitiere: "Es ist ein Haifisch-becken." Haie lieben das Blut.

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Hip Mama is a magazine bursting with political commentary and ribald tales from the front lines of motherhood. Edited and published by Ariel Gore (print) and Bee Lavender (online), the zine started as a forum for young mothers, single parents, and marginalized voices, but has grown to represent progressive families of all varieties. Hip Mama maintains the editorial vision that qualified it for the title "conservative America's worst nightmare."

Hip Mama Blog:
Dog Training: ... Fuck you, Mom ...

Mittwoch, 27. Juli 2005

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hase

Bei der Rezeptesammlung hatte sich leider ein Fehler eingeschlichen. Statt "Mit grünen Oliven gefülltes Perlhuhn" kochen wir heute "Hasenpfeffer" .

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ADS, letzte Ausfahrt Ritalin, Mensch-Maschine-Menschenbilder und ein Drogenbekämpfungsprogramm, das Scientology und andere ähnlich arbeitende bzw. unterwanderte Organisationen anbieten ...

Dienstag, 26. Juli 2005

Sweatshop-Spiele

Da also der Kopf schön rund ist und das Denken des öfteren die Richtung wechseln darf, machen wir zum Beispiel als Betriebsrat eines Unternehmens, das gerade in einen der zukünftigen deutschen Sweat-Shops verwandelt werden soll, folgendes:

Wir informieren uns, wer denn den Ruf genießt, die Berater unserer ärgsten Feinde zu sein. Danach überzeugen wir unsere Kollegen, die ideologischen Feindbilder einen Moment lang zugunsten der gemeinsamen Sache willen in die Schublade zu legen, informieren uns nun über weitere Mitglieder in diesem beratenden Netzwerk des Feindes, ziehen uns schließlich eine schöne neue Krawatte an und gehen, nein, nicht zum lieben netten Vertreter der Gewerkschaft um die Ecke, sondern auf direktem Wege in angeblich feindliches Gebiet, wo man uns wider Erwarten mit offenen Armen empfängt und betrachten dann mit viel Freude, wie fortan das Sweatshop-Spiel eine völlig neue Strategie und Schlagtechnik erhält:

Spiel - Satz - Sieg!

P.S. Und kümmern uns anschließend um heulende MitarbeiterInnen, die hinter so viel Erfolg nur böse Verschwörungsmächte und Korruption mit körperlichem Einsatz vermuten können ... !

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Hilferuf dem Iran:
Offener Brief an die Menschen in Deutschland

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Der anstrengende und leider vergebliche Versuch, im Hörspiel alle Bezüge zum real existierenden Sozialen aus den Texten zu streichen. ;-)

Montag, 25. Juli 2005

Der Umgang mit den Unliebsamen

Nanu? Wieder einmal psychologische und psychiatrische Deutungen für die Bloggerin? Bis jetzt im Umlauf sind: Bulimie, Borderline, Dissoziative Identitätsstörung. Nun, wenn schon am Image gebastelt wird, dann hätte ich auch noch einen eigenen Vorschlag. Wie wäre es denn mit Postraumatisches Streßsyndrom?

Liebe Leute, benutzt doch ganz einfach Eurer Gehirn. Da war also einmal der Inhalt eines Blog-Buches. Jeder, der es gelesen hat, wird feststellen, dass einer der beiden Autoren eine bestimmte politische Meinung hat, mit der sie nicht hinter dem Berg hielt, ja, es sogar wagte, ein klein wenig Sarkasmus in Fragen des real existierenden Sozialen in ihre Zeilen zu legen. Blogs sah sie als ein Instrument, den Stimmen der sozialen Gerechtigkeit wieder mehr politisches Gehör zu verschaffen.

Doch hätte sie dieses tun sollen? Hätte sie wirklich annehmen sollen, dass dieses hier eine bunte Bananenrepublik mit manch' getarntem Blogger und einer Riege wachsamer Wauwaus ist? Hätte sie ahnen sollen, dass sie fortan eine vollkommen neue Variante des weltweit immer beliebter werdenden Bloggens am eigenen Leib erfahren durfte, nämlich das Bloggen aus dem gläsernen Glashaus?

Ladies und Gentlemen aus den Zuträgerdiensten des beobachtenden Gewerbes, lest doch einfach noch mal die entsprechenden Stellen im Buch ... Und dann bildet Euch eine eigene Meinung ...

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Spammer leben gefährlich. Eine israelische Firma bietet ein Programm zum Zurückspammen an, in Moskau wurde der bekannteste russische Spammer ermordet

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Kleine Korrekturen und Störungen

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Gift.Zwerge und "Schlangenfreunde, die aufmerksam geworden sind."

Lilith. Oder: Schlangen und Haie

Übrigens: Ich kann nur dringend empfehlen, die eindeutige Entschuldigung inklusive Bezahlung offen stehender Rechnungen rasch folgen zu lassen. Imagefördernd sind werden meine Stories eher nicht, meine Dame und Herren. Und es soll sogar Leute geben, die ebenfalls noch eine Rechnung zu begleichen haben ...

P.S. Wollen wir wetten, dass sich irgendwo da draußen noch mehr Schlangen und ein richtig schlauer scharfer Hai mit Spürsinn für Undichtes im System findet, dessen Haifisch-Futter nicht aus der Portokasse bezahlt werden kann?

Sonntag, 24. Juli 2005

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Hex, hex ...

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Kleine Korrekturen und kurze Rollenwechsel.

Update: Und das war jetzt die schnellste Korrektur, die ich je erlebt habe, der Perma-Link ist leider weg. Macht nix. Ich habe trotzdem GEWONNEN im wunderbaren Wettbewerb des Rate-Mal-Wer-Da-Bloggt! Nächste Runde ...

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Warning: erototoxins!

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Lichtjahre trennen das real existierende Individuum in der Ära des siegreichen Finanzkapitals von dem Individuum, wie es die Philosophen der Aufklärung und die Väter der französischen Revolution gedacht und gewollt haben.
Im Juli 1794 vor den Wohlfahrtsausschuß gestellt, dessen Mitglieder über ihn zu Gericht sitzen werden, ruft Saint-Just aus:
"Ich verachte den Staub, aus dem ich gemacht bin und der zu euch spricht: Man mag mich verfolgen und diesen Staub zum Schweigen bringen! Aber ich wehre mich dagegen, dass man mir dieses unabhängige Leben entreißt, das ich mir selbst in Jahrhunderten und unter dem freien Himmel erworben habe."

An Saint-Just erinnern 179 Jahre später die letzten Worte Salvador Allendes, gesprochen am Tag seines Todes, dem 11. September 1973. Aus dem brennenden Präsidentenpalais (der Moneda) wendet er sich ein letztes Mal an das chilenische Volk:
"Militärflugzeuge haben die Sendeanlagen von Radio Portalés und Radio Corporación bombardiert. Meine Worte sind nicht Worte der Bitterkeit, sondern der Enttäuschung. Welche Strafe die Eidbrüchigen auch erteilen mag, (...) Trabajadores, ich werde nicht aufgeben, und ich werde nicht abtreten (...). In diesem historischen Moment weiß ich, dass ich die Treue meines Volks mit meinem Leben bezahlen muß. Ich sage euch: Der Samen, den wir in das Gewissen von Tausenden und Abertausenden von Chilenen senken, die dieses Namens würdig sind, kann nicht für immer ausgetilgt werden (...). Sie (die putschenden Militärs) haben die Macht. Sie können uns unterjochen. Aber die sozialen Bewegungen bricht man weder durch Verbrechen noch durch Gewalt. Die Geschichte ist auf unserer Seite. Und es sind die Völker, die sie machen. (...) Das Volk soll sich verteidigen, aber es soll sich nicht opfern. Es soll sich nicht von Kugeln durchlöchern und sich nicht demütigen lassen.


Aus:
Jean Ziegler, Die neuen Herrscher und ihre globalen Widersacher, Goldmann Verlag München, 2005, S. 235

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Bildung im Kollektiv? Da es sich eingebürgert hat, ein paar Seiten im voraus zu lesen und dann Wunderschönes daraus zu denken und dichten, reiche man mir doch bitte demnächst eine Lese-Liste erbaulicher und bildender Bücher ein. Lektüren wie "Die Geschichte der O." werden in Zukunft allerdings gestrichen. Das könnte ansonsten leicht zu Meinungsverschiedenheiten oder gar Missverständnissen führen.

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pears

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Silberfische aus Staub, die Frage nach dem Anfang und etwas, das ein Ende hat. Oder haben wird.

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Der Abend am Ufer des Niger war drückend schwül in dieser Regenzeit 2001. Die schwachen gelben Lampen auf der Terrasse des 'Grand Hotel'
- an dem nichts groß ist als sein Name - erloschen in regelmäßigen Abständen. In Niamey bricht die Stromversorgung oft zusammen. Aus dem Kohlenbecken vor uns stieg der köstliche Duft von Lammspießchen auf. D.B. und ich waren die einzigen ausländischen Gäste auf der Terrasse.

Der Himmel hing schwer und schwarz über uns. Auf einer großen Brücke in der Ferne fuhren die letzten Lastwagen gen Süden, zur Atlantikküste. Die Lichter ihrer Scheinwerfer glitten über die trüben Fluten des Flusses. D.B. war aus der Wüste Ténéré zurückgekehrt, wo er einen Film über das Leben, die Sitten und die Wanderzüge der Tuareg gedreht hatte. Mit eigenen Augen hatte er gesehen, welche Schäden an den Kamel- und Ziegenherden der IWF mit der von ihm verordneten Schließung der staatlichen Behörde für Veterinärmedizin angerichtet hatte. Er war Zeuge der Sorge und Verzweiflung der Viehzüchter, des Elends ihrer Familen geworden.

Ich erzählte ihm von meinen Gesprächen mit dem Dschermakoi von Dosso - dem König von Dscherma - und mit dem Ministerpräsidenten, von ihren Sorgen, ihrer Ohnmacht gegenüber den arroganten Söldlingen der Weltbank. Plötzlich unterbrach mich D.B.: "Wird es eines Tages einen Nürnberger Gerichtshof für diese Leute geben?"


Aus:
Jean Ziegler, Die neuen Herrscher der Welt und ihre globalen Widersacher, Goldmann Verlag München, 2005, S. 221

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Astrid Haarland M.A. Politologin - Soziale Kunst- und Ausstellungsmacherin - Commander/ISLA - a.haarland(at)googlemail.com - Choose safe communication ... ;-)

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