Sonntag, 30. September 2007

Nachtrag zu gestern: Die Trigger-Tiger

waren wieder aktiv und haben die headlines genutzt. Ich frage mich, ob das die Angst vor Rache ist, die jede/r einzelne fürchtet und deswegen die Reihen fest geschlossen wirken sollen, obwohl man doch weiss … *g*

(Search)

Samstag, 29. September 2007

Von Gendermenschen, Wertkonservativen und Wellenreitern

'Oben fiel das Stichwort vom "Rollback". Aber was sich hier entwickelt, hat mit Rollen eigentlich gar nichts mehr zu tun. Ein hysterischer Sprung zurück vor die Aufklärung ist das, ein heißes Zurückzucken vor den Verwirrungen, welche die Paradigmenwechsel der Moderne nach sich gezogen haben, das Aufjaulen einer Gemeinde, die sich lammfromm die Erde flach, die Geschlechter eindeutig, das Bündnis von Thron und Altar gefestigt und den Bart des lieben Gottes weiß wünscht. Beim Beten sammeln diese Leute aber schon einmal die Steine ein für die Abrechnung mit all jenen, die mit ihren Ammenmärchen nichts anfangen können.'

Freitag, 28. September 2007

Hört alles, sieht alles

*köstlich*. Wer hatte noch in die Welt gesetzt, dass Echelon ALLE bösen bösen Wörter hören würde? Die Mütter und Väter, die hier mitlesen, werden jetzt bitte auf gar keinen Fall anfangen zu lachen. *g*


via attac-d:
(Zitatanfang) Wir müssen die Terrorismusbekämpfung optimieren, meine Damen, meine Herren. Ich möchte Ihnen an einem Beispiel zeigen, was Optimierung bedeutet. Unter einem perfekten Computer verstehen wir das Folgende: In einem Raum befindet sich ein Vorhang, der diesen in zwei Teile teilt. Auf der einen Seite sitzt eine Person, die ein Gespräch mit einer hinter dem Vorhang sitzenden Person beginnt.
Die erstgenannte Person weiß nicht, ob sie mit einem Menschen oder einem Computer spricht. Nach einer halben Stunde Gesprächsführung muß sie erraten, ob sie mit einem
Menschen oder mit einer Maschine gesprochen hat.
Unter einer perfekten Terroristenverfolgung versteht mein Amt das Folgende: Eine Person trägt in der Hosentasche fünfzig 1 Centstücke. Sie läßt auf einem Spaziergang alle 30 Meter unauffällig eine der Münzen fallen. Nachdem die Person das letzte Geldstück fallengelassen hat, müssen wir diese Person identifiziert haben und zehn Minuten später festnehmen können.

Quelle: Unbekannt August 2006 , Köln ....... (Zitatende)

Mittwoch, 26. September 2007

Ein ganz normaler (privater) Nachrichtendienst

mit exklusivem PC-Zugang, eine Wirtschaftsorganisation mit Überlebenstrainings im Haifischbecken und ein Leitfaden für Leute mit wenig Zeit zum Nachdenken, die es klar und übersichtlich strukturiert lieben. Die ausgeprägten Dualismen und Feindbilder sowie diverse Psycho-Techniken eignen sich als schnelle Abhilfe bei Problemen mit Freund. Und Feind. Was nicht zu beweisen oder gar Aufgabe war.

"Voices Rise in Egypt to Shield Girls From an Old Tradition"

via truthout

Kafr Al Manshi Abou Hamar, Egypt - The men in this poor farming community were seething. A 13-year-old girl was brought to a doctor's office to have her clitoris removed, a surgery considered necessary here to preserve chastity and honor.

The girl died, but that was not the source of the outrage. After her death, the government shut down the clinic, and that got everyone stirred up.

"They will not stop us," shouted Saad Yehia, a tea shop owner along the main street. "We support circumcision!" he shouted over and over.

"Even if the state doesn't like it, we will circumcise the girls," shouted Fahmy Ezzeddin Shaweesh, an elder in the village.

Circumcision, as supporters call it, or female genital mutilation, as opponents refer to it, was suddenly a ferocious focus of debate in Egypt this summer. A nationwide campaign to stop the practice has become one of the most powerful social movements in Egypt in decades, uniting an unlikely alliance of government forces, official religious leaders and street-level activists.

Dienstag, 25. September 2007

Om mani padme hum:

Das populärste Mantra des tibetischen Buddhismus. Die Junge Welt ist nicht ganz so überzeugt vom derzeit berühmtesten Vertreter dieser Botschaft, zeigt sie doch kein bisschen Mitgefühl und hat ihn auch nicht wirklich lieb. Offenbar ganz im Gegensatz zu dieser Truppe.

;-)

...

Herbstteller1

"Wir wollen kein größeres Stück vom vergifteten Kuchen".

via Frauennetz attac

"Wo die Forderungen von Frauenbewegungen nach Chancengleichheit und nach Gleichstellung in Führungspositionen aufgenommen werden, wird das Etikett Feminismus auf alles und jedes geklebt, wo Frau drin ist. Dem Feminismus der zweiten Frauenbewegung ging es jedoch um Kritik an Herrschaftsverhältnissen. Ihr Ziel war die Veränderung dieser Strukturen, nicht Geschlechtergleichheit in ihnen. Emanzipation meinte nicht nur die individuelle Befreiung von Fesseln, sondern die Beseitigung struktureller Gewalt und Diskriminierung.

Die Melodie des neoliberalen Feminismus, die Katja Kullmann, Thea Dorn und die Weltbank verbindet, ist dagegen die von Wahlfreiheit, Aufstiegschancen und Leistungsgerechtigkeit. Sie lässt eine Kritik an Hierarchien und Ungleichheiten als kontraproduktiv erscheinen und verkauft sie deshalb für dumm und intellektuell billig ."

Montag, 24. September 2007

Pflichtenheft?

Ähhh, ich verstehe gerade mal die Hälfte. Oder noch weniger? Und zwar oben und unten im Thread.

...

"Another world is not only possible,
she is on her way. On a quiet day,
I can hear her breathing."

Arundhati Roy
(via)


Fluegelfrau

Sonntag, 23. September 2007

Protest vor dem Reichstag

"Dieses Mal stoppen wir sie vor dem Reichstagsbrand"
(via)

Link auf das Bild in der Hoffnung, damit nicht für Scientology Werbung gemacht zu haben. Siehe das braune Plakat im Bild rechts. Zum Thema der Literatur-Hinweis im Beitrag "Antipsychiatrie" bei Wikipedia: Psychogruppen auf Seelenfang im Netz von Marianne Kestler, Lichtblick-Dokumentation: Zwischen Psychiatrie und Scientology, Scientology, Psychiatrie-Kritik und Anti-Psychiatrie von Ingo Heinemann.
Aus kirchlicher Sicht: Relinfo, Scientology und Dianetik, Kritik mit einem kleinen Seitenhieb auf C.G. Jung. Na so was ... ;-)

Wer möchte ein Fahrrad kaufen?

via attac-d


Liebe MitstreiterInnen,

hier ist mal ein konkretes Beispiel, wie es auch anders gehen kann (siehe unten). Das ist in der Tat eine "Anti - Privatisierungs - Aktion" erster Klasse, die unsere Unterstützung verdient. :-)
Bitte macht diese Info überall publik, wie auch immer, besten Dank.

...

strike-bike.de

Nach zehn Wochen der Besetzung der Entschluß:
WIR BAUEN FAHRRÄDER IN EIGENREGIE!

Daß sich in Deutschland Belegschaften gegen die Schließung des Betriebes wehren ist selten.
Daß sie ihren Betrieb besetzen, ist ganz ungewöhnlich.
Daß sie aber die Produktion in Eigenregie aufnehmen, ist der absolute Ausnahmefall.

Die 135 BesetzterInnen der Fahrradfabrik Bike Systems in Nordhausen/Thüringen wollen 1800 Fahrräder in Eigenregie bauen. Damit wollen sie beweisen, daß sie auch ohne Geschäftsführung arbeiten können und ferner wollen sie damit auf ihre Lage aufmerksam machen, daß man sich in verschiedensten Formen wehren kann.
Die Fabrik hatte seit der "Wende" etliche Besitzer, zuletzt die "Heuschrecke" Lone Star aus Texas.


Anmerkung A.H.:
Zum Punkt "Heuschrecke" siehe der Text bei "strike-bike":

"Wir klagen öffentlich an, dass diese offensichtlichen Zusammenhänge verschwiegen wurden, vielmehr wurde die global operierende multinationale Lone Star auserkoren, damit das Geheul von den Arbeitsplatz fressenden ausländischen „Heuschrecken“ ertönen konnte. Das profitgierige Konsortium besteht aber neben der Lone Star auch aus einheimischen Kapitalisten wie Peter Wicht, der Hyrican aus Kindelbrück, der auf einen Streich 355 Arbeitsplätze seiner Konkurrenz vernichtet hat, um seinen Profitrate zu steigern. Will er nun zusammen mit der Lone Star seine beiden Firmen für fertigproduzierte Computer und Fahrräder aus Korea (Samsung ist der Hauptlieferant) sturmreif schießen? Diesem abgekarteten Spiel kann nur durch internationale Solidarität begegnet werden, die FAU wird ihre internationalen Schwester-Gewerkschaften in der IAA um Solidarität bitten, um dem Arbeitsplatz fressenden Durchmarsch der Wicht-Lehmann-Gruppe und der Lone Star auf dem europäischen Computer- und Fahrrad-Markt Widerstand entgegen zu setzen."




Anfang Juli wurde ihnen mitgeteilt, daß die Produktion eingestellt wird. Daraufhin besetzten sie den Betrieb. Ihre Schwesterfirma in Neukirch (Sachsen) wurde schon im Dezember letzten Jahres "plattgemacht". Die NeukircherInnen wehrten sich nicht. Sie erhielten statt eines Sozialplanes ein Almosen : Z.B. für 30 Jahre im Betrieb 600 Euro "Abfindung".

Ihr könnt die kämpferischen KollegInnen von Bike Systems in Nordhausen unterstützen, indem ihr ein "Solidaritätsfahrrad mit limitierter Auflage aus selbstveralteter Produktion" kauft oder im Kollegenkreis, bei Bekannten und Verwandten für eine Bestellung werbt! Oder vielleicht vielleicht sogar euren Fahrradhändler überzeugt!

Daß die Nordhausener KollegInnen die Idee realisieren können, Fahrräder in Eigenregie zu bauen, verdanken sie der Unterstützung durch die Radspannerei in Berlin-Kreuzberg und dem Cafe Libertad in Hamburg.

Das Fahrrad ist rot mit schwarzen Felgen und heißt "Strike Bike".
Bestellen könnt ihr bei: fahrradwerk@gmx.de. (Flugblatt und Bestellzettel und die Presseerklärung im Anhang).

(Anmerkung A.H.: Bitte unter labournet.de nachsehen oder direkt zu "strike-bike.de" gehen)

Weitere Informationen über die Besetzung bei www.labournet.de unter "aktuelle highlights" oder unter "Volltextsuche".

Die Bestellungen müssen unbedingt bis 2.10.07 erfolgen!
In den ersten 24 Stunden nach Bekanntgabe der Weiterproduktion wurden 120 Fahrräder geordert, darunter einige aus England, Italien, Spanien, Holland und Frankreich.

Für Kurzentschlossene: Die BesetzerInnen machen am Montag, dem 24.9.07 ein Solidaritätsfest, von 12 Uhr bis 14 Uhr Essen aus der Gulaschkanone. Die Kreisstadt Nordhausen (am Südharz) ist auch mit der Bahn gut erreichbar.

Dieter Wegner, 21.9.07
(Jour Fixe der Gewerkschaftslinken Hamburg. Info@linkstermine.org.)

Esoterische Menschenfischermärkte

Schon wieder mal eine Quelle über den lukrativen Esoterikmarkt, in dem sich so gut nach billigen und willigen Frauen fischen lässt, wie ich hier schon des öfteren geschrieben habe. Auch BlogLand bietet sich für das Aufstellen von Honigtöpfen an, die Methoden eignen sich für diverse Rekrutierungen. Jürgen Roth schreibt in seinem Buch "Ermitteln verboten" auf Seite 103:


"Manchmal bleiben Leichen zurück. Und fast immer wird gelogen, bestochen und vertuscht, wenn es darum geht, die vermeintliche Wohlanständigkeit einflussreicher Personen des öffentlichen Lebens zu verteidigen, die sich im Umfeld des Rotlichtmilieus tummeln.
Mir liegt zum Beispiel die Aussage eines Kriminalbeamten aus Sachsen vor. Anfang 2000 erfuhr er von einer "Quelle", die er als sehr zuverlässig und vertrauenswürdig einschätzte, Folgendes:
"Sie erhielt eines Tages Besuch von einem 'seriösen' Geschäftsmann, der ihr anbot, für eine Organisation von ehemaligen MfS-Leuten (Ministerium für Staatssicherheit) zu arbeiten, die unter anderem Geschäftsleute und hochrangige Politiker mit Edelprostituierten beliefert."

Bei einem weiteren Treffen fragte sie, was genau sie zu tun habe. Sie müsse, so sagte ihr der heute 55-jährige Geschäftsmann aus Dresden, für eine üppige Summe jederzeit für Einsätze bereit sein, auch für wochenlange Reisen. "Unter den Kunden wäre unter anderem auch ein Ministerpräsident aus den neuen Bundesländern." Außerdem legte der Geschäftsmann der "Quelle" ein Fotoalbum vor, in dem Frauen abgebildet waren, die bereits für die Firma arbeiteten und dafür viel Geld kassieren würden. Als Gegenleistung wurden eine hundertprozentige Verfügbarkeit und absolute Diskretion gefordert und ansonsten mit strengen Bestrafungen gedroht. Im Falle dass eigene Kinder da wären, würde für deren Versorgung und Betreuung gesorgt werden, weil auch Einsätze wie Urlaubs- und Geschäftsreisebegleitung vorsehen seien. Die Frauen würden dort zum Beispiel auch als Putzfrauen getarnt zum Einsatz kommen. Konkret wäre das bereits beim Ministerpräsideten so gelaufen.

Der Geschäftsmann war zudem Esoterikexperte und gab an, bundesweit entsprechende Vorträge zu halten.



Aus:
Jürgen Roth, Ermitteln verboten. Warum die Polizei den Kampf gegen die Kriminalität aufgegeben hat, Eichborn AG, Frankfurt am Main 2004

Ausnahmezustand

(...)“Die Argumentation wird unter Grundgesetz-Experten zunehmend akzeptiert. Ein Kreis konservativer Verfassungsjuristen, auf die sich Schäuble ausdrücklich beruft, entwickelt dazu Theorien, die sehr stark an die Lehren vom "Ausnahmezustand" des Nazi-Kronjuristen Carl Schmitt erinnern. Der Kölner Staatsrechtler Otto Depenheuer etwa sieht im Krieg gegen den Terror die Bürger in einer ähnlichen Pflicht wie die Soldaten: Ein "Bürgeropfer" müsse gebracht werden, eine im Grundgesetz verankerte Pflicht, im Kampf gegen die Soldaten Allahs notfalls sein Leben zu geben - und sei es als Passagier in der Economy-Class eines Ferienfliegers. Depenheuers neues Buch, die "Selbstbehauptung des Rechtsstaates", sagt Schäuble, gefalle ihm sehr.“

Dollarcrash

auf Raten und das Moral-Hazard-Dilemma

Samstag, 22. September 2007

Der alte Herr

hat offenbar viel Humor und Erfahrung mit dem weiblichen Geschlecht. "Frauen, sagt er, seien für ihn das sanftere Geschlecht, Weiblichkeit gilt ihm als Synonym für Güte und Mitgefühl."
Ich empfehle das Studium der "Masks of the Goddess." In dieser Performance von Lauren Raine sehen wir zum Beispiel liebliche Güte, Anmut und Grazie der Göttin Kali beim Umgang mit ihrem Schwert.


(P.S.: Die Göttin liebt es geheimnisvoll. Bei Earth Tribe TV rechts auf das Video "White Tara" klicken. )

Die Masken der Niedertracht

Häufiger als einer direkten Lügen bedient sich der Perverse zunächst einer Verknüpfung von Hintergedanken, Nichtausgesprochenem, um ein Mißverständnis zu schaffen, das er dann zu seinem Vorteil auszunutzen gedenkt.
In seiner Abhandlung Die Kriegskunst, verfaßt um 500 v. Chr., lehrte der Chinese Sunzi:

"Jede Kriegführung gründet auf Täuschung. Wenn wir also fähig sind anzugreifen, müssen wir unfähig erscheinen; wenn wir unsere Streitkräfte einsetzen, müssen wir inaktiv scheinen; wenn wir nahe sind, müssen wir den Feind glauben machen, daß wir weit entfernt sind; wenn wir weit entfernt sind, müssen wir ihn glauben machen, daß wir nahe sind."

Die unvollständigen, paradoxen Botschaften entsprechen einer Angst vor der Reaktion des anderen. Man redet, ohne etwas zu sagen, in der Hoffnung, der andere werde die Botschaft verstehen, ohne daß die Dinge beim Namen genannt werden müßten. Diese Botschaften lassen sich meistens erst nachträglich entschlüsseln.
Reden, ohne etwas zu sagen, ist ein geschickter Trick, um sich in allen Situationen zu behaupten.
Diese indirekten Botschaften sind harmlos, allgemein oder indirekt aggressiv - "Vor Frauen soll man sich hüten!" -, was dann abgemildert wird, wenn der Partner protestiert: "Ich habe dich doch nicht gemeint. Wie empfindlich du sein kannst!"

Es geht darum, die Oberhand zu behalten in einem mündlichen Austausch. Ein zu direktes Vorgehen könnte den Partner ja dazu verleiten, dem Aggressor Herrschsucht vorzuwerfen. Die indirekten Taktiken aber destabilisieren und verleiten ihn, das, was sich da gerade abgespielt hat, für unwirklich zu halten.


Aus:
Marie France Hirigoyen, Die Masken der Niedertracht. Seelische Gewalt im Alltag und wie man sich dagegen wehren kann

Rezension bei narzissmus.net

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Astrid Haarland M.A. Politologin - Soziale Kunst- und Ausstellungsmacherin - Commander/ISLA - a.haarland(at)googlemail.com - Choose safe communication ... ;-)

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